Mittwoch, 25. Januar 2012

Tips, wie man Katzen dazu animieren kann, sich mehr zu bewegen

Gerade wenn Mieze schon ein paar Pfunde zuviel auf den Rippen hat, wird es für sie anstrengend und lästig, sich zu bewegen. Das ist der ideale Nährboden dafür, noch mehr zuzulegen. Doch es gibt ein paar Dinge, wie man seinen Sofatiger von der Couch locken und der Entstehung von Übergewicht entgegenarbeiten kann.

Füttern Sie mal woanders, damit Ihre Katze kein Übergewicht bekommt

Anstatt den Futternapf stets zur selben Uhrzeit aufzufüllen und Katze bequem am Boden zu reichen, kann man die Mahlzeit auch an verschiedenen Stellen im Haus verteilen. Besonders gut sind Orte, die das Tier erklettern muß. Das kann ein erhöhtes Regalbrett oder der Kratzbaum sein. Gerade wenn Ihre Katze Trockenfutter bekommt, bietet es sich an, die Portionen an vielen verschiedenen Plätzen zu verstecken. Das fordert Mieze nicht nur körperlich, sondern auch geistig, und beschäftigt sie eine ganze Weile.

Futterbälle animieren Katzen dazu, sich zu bewegen

Im Handel werden Snackbälle für Katzen angeboten. Diese Kugeln werden mit Trockenfutter befüllt und haben eine größenverstellbare Öffnung. Mieze muß nun ausgiebig mit dem Ball spielen, damit hin und wieder etwas Futter herausfällt. Man kann Katzen so die ganze Tagesration Trockenfutter erspielen lassen. Ähnlich wie ihre freilebenden Verwandten wird sie dann mit der „Jagd nach Futter“ eine ganze Weile zu tun haben.

Clickertraining bringt Muskeln und Gehirnzellen in Schwung

Beim Clickern lernt eine Katze, daß sie sich durch bestimmte Verhaltensweisen Leckerli oder eine andere Form von Belohnung verdienen kann. Man kann dem Tier damit kleine Tricks beibringen wie zum Beispiel Männchen zu machen oder auf ein Signalwort hin einen bestimmten Ort aufzusuchen. Die Katze kann mit Clickertraining lernen, einen Parcuours abzuschreiten, von einem Stuhl zu einem anderen zu springen oder auf einer geeigneten Kante zu balancieren. Es soll sogar möglich sein, einem Sofatiger mit dem Clicker das Apportieren beizubringen. Katzen sind schlaue Tiere, die gern lernen und auch die gemeinsame Zeit mit ihrem Menschen beim Clickertraining meist sehr genießen.

Bewegungsspiele für Katzen gegen Übergewicht

Die Klassiker sind Bällchenwerfen, Trockenfutter über den Boden kicken oder das wilde Spiel mit einer Reizangel. Solch eine Katzenangel kann man ganz leicht selbermachen. Viele Minitiger finden es auch spannend, dem Lichtpunkt eines Laserpointers hinterherzujagen. Aber Vorsicht: der Lichtstrahl darf nicht in die Augen des Tieres treffen, da er dort Schäden verursachen kann! Im Handel gibt es auch Spielmäuse zum Aufziehen oder mit Batteriebetrieb, hinter denen eine Katze herjagen kann.






Übergewicht kann Katzen krank machen

Immer mehr Katzen haben das ein oder andere Kilo zuviel auf den Rippen. Vor allem Wohnungskatzen, die weniger Möglichkeiten haben, sich ausgiebig zu bewegen, sind gefährdet.

Wann ist eine Katze übergewichtig?

Als Faustregel kann man sagen: sobald die Rippen und Knochenvorsprünge beim Streicheln nicht mehr problemlos tastbar sind, ist Mieze zu dick. Bei einer normalgewichtigen Katze ist außerdem deutlich eine Taille erkennbar, wenn man von oben auf sie blickt. Eine genaue Kilo-Anzahl, ab der eine Katze zu dick ist, kann man aber nicht generell festlegen. Es gibt kleine Rassen, die ihr Normalgewicht mit etwa zwei Kilo erreicht haben. Die normale Hauskatze wiegt idealerweise um die vier Kilogramm. Große Rassekatzen können aber auch locker acht bis zehn Kilo mit sich herumtragen ohne zu dick zu sein.

Warum ist Übergewicht bei einer Katze gefährlich?

Die überschüssigen Pfunde belasten das Herz-Kreislauf-System, die Gelenke und den Stoffwechsel. Organe wie zum Beispiel die Leber können verfetten, so daß sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erfüllen. Diabetes mellitus kann ebenfalls eine Folge von Übergewicht, auch Adipositas genannt, bei Katzen sein. Außerdem entwickeln vor allem zu dicke Kater häufig Harngries.

Wie entsteht Adipositas bei Katzen?

Bewegungsmangel in Verbindung mit zu üppiger und fettreicher Ernährung sind die wichtigsten Ursachen dafür. Während Freigängerkatzen noch viele Gelegenheiten haben, auf Bäume zu klettern, durch Wiesen und Felder ihrer Beute hinterherzujagen, sind Wohnungskatzen meist auf wenige Quadratmeter begrenzt. Häufig ist vor allem Trockenfutter den ganzen Tag über frei verfügbar, und Leckerlis kommen noch obendrauf. Gerade Trockenfutter ist häufig sehr fettreich, außerdem muß Mieze schon eine ganze Menge davon fressen, um das Gefühl eines vollen Magens zu bekommen. Das setzt früher oder später an. Und je pummeliger ein Vierbeiner ist, um so beschwerlicher wird es, sich zu bewegen. Ein Teufelskreis entsteht.

Weitere Ursachen für Übergewicht bei Katzen können Krankheiten wie beispielsweise die Unterfunktion der Schilddrüse sein. Aber auch psychische Faktoren können eine Rolle dabei spielen, daß eine Katze Adipositas entwickelt. Ist sie unterfordert, vertreibt sie sich die Zeit eben mit fressen. Auch andauernder Streß kann dazu führen, daß eine Mieze „Kummerspeck“ ansetzt.

Wie kann man verhindern, daß eine Katze Übergewicht bekommt?

Sorgen Sie dafür, daß Ihr Sofatiger sich ausreichend bewegt, und zwar geistig und körperlich. Es gibt viele Möglichkeiten, eine pummelige Katze in Bewegung zu bringen. Füttern Sie lieber mehrere kleinere Mahlzeiten pro Tag, als Trockenfutter ständig zugänglich zu machen. Was ihre Katze nicht in ein paar Minuten verdrückt hat, wird weggeräumt. Achten Sie auf hochwertiges Futter, das nur wenig Fett enthält. Behalten Sie auch die psychische Verfassung Ihres Lieblings im Blick. Achten Sie darauf, ob er vielleicht einsam sein könnte oder von einem anderen Gruppenmitglied gemobbt wird.

Quellen
„Katzen füttern“ von Anna Laukner, Ulmer Verlag
„Katzenkrankheiten“ von Anette Huhn, Ulmer Verlag





Samstag, 5. November 2011

Wieviel und was sollte eine Katze trinken?

Da die Vorfahren der Hauskatzen in der Wüste lebten, kommen auch unsere Stubentiger mit relativ wenig Flüssigkeit zurecht. Der Tierarzt David Chamberlain schreibt in einem Artikel („Geliebte Katze“ Nr. 9/2011- „Trinkt Ihre Katze genug?“) zu dem Thema, daß eine Durchschnitts-Katze etwa 60 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht über Harn, Kot, Schweiß und die Atmung abgibt. Diese Menge muß sie über das Trinken wieder ersetzen.


Wieviel Flüssigkeit benötigt eine Katze am Tag?

Chamberlain errechnet für eine gesunde ausgewachsene Katze mit fünf Kilogramm Gewicht einen täglichen Flüssigkeitsbedarf von etwa 300 ml. Diesen deckt eine Freigänger-Katze, die Mäuse fangen kann, weitgehend über das Futter. Beutetiere bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. So kann es sein, daß eine fleißige Jägerin fast ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf über das Futter aufnehmen kann und kaum etwas zusätzlich trinken muß. Wenn es im Sommer sehr heiß ist, hat aber auch eine Katze einen höheren Flüssigkeitsbedarf als sonst. Sie kann zwar nur wenig schwitzen, kühlt sich aber durch intensives Lecken ihres Fells ab und verbraucht dadurch viel Körperflüssigkeit.

Hat eine Katze anhaltenden Durchfall oder erbricht sie wiederholt, verliert sie mehr Wasser, als sie durch Trinken wieder auffüllen könnte. Dies kann im schlimmsten Fall zur Austrocknung und damit in einen lebensbedrohlichen Zustand führen. Bei Katzenkindern geschieht dies noch schneller als bei erwachsenen Tieren.

Auch wenn Katzen eher dazu neigen, zu wenig als zu viel zu trinken, kann es passieren, daß ein Stubentiger ständig am Wassernapf hängt. Der Grund dafür sollte von einem Tierarzt abgeklärt werden. Denn das übermäßige Trinken kann durch eine Erkrankung wie beispielsweise Diabetes oder Nierenprobleme ausgelöst worden sein.


Die nötige Trinkmenge einer Katze hängt von der Ernährung ab

Bei Wohnungskatzen, die komplett vom Menschen ernährt werden, sieht dies anders aus. Je nach Futterart muß das Tier etwas trinken, um auf die benötigte Flüssigkeitsmenge zu kommen. Naßfutter enthält etwa 75 % Wasser, Trockenfutter nur etwa 10 %. Das bedeutet, daß eine Katze, die 300 Gramm Naßfutter pro Tag frißt, bereits drei Viertel ihres Tagesbedarfs an Flüssigkeit gedeckt hat. Bekommt eine Katze dagegen 80 Gramm Trockenfutter, nimmt sie damit nur jämmerliche 8 Milliliter Wasser zu sich. Sie muß also noch 292 Milliliter trinken – wenn das keine Zumutung für Mieze ist...

Chamberlain bringt in seinem Artikel noch weitere interessante Zahlen. So soll eine Katze mit jedem Zungenschlag nur etwa 0,1 Milliliter Wasser aufnehmen können. Das bedeutet, daß eine Katze, die ausschließlich mit Trockenfutter ernährt wird, sich die Mühe machen muß, ihre Zunge täglich 2920 mal in einen Wassernapf einzutauchen! Welche (gesunde) Katze läßt sich dazu herab??

Während Hunde zum Trinken ihre Zunge wie einen Löffel formen, tauchen Katzen ihre Zunge einfach in das Naß ein. Beim Zurückziehen in den Mund bleibt an der rauen Oberfläche etwas Wasser hängen, das in der Mundhöhle geparkt wird. Erst wenn sich dort genug Flüssigkeit angesammelt hat, wird diese abgeschluckt.


Katzen brauchen Milch – stimmt das?

Immer noch sehr verbreitet ist die Annahme, daß Milch das beste Getränk für eine Katze sei. Für Kitten ist das so. Sie werden mit der Muttermilch mit allem versorgt, was sie für ihr Gedeihen brauchen. Ausgewachsene Tiere jedoch vertragen Milch nicht mehr, da sie die enthaltene Laktose nicht mehr verdauen können. Die Folge ist, daß die Katze Durchfall bekommt, der zu einem lebensgefährlichen Flüssigkeitsverlust führen kann. Es gibt zwar Miezen, die ihr Leben lang Milch bekommen und diese auch vertragen. Meist handelt es sich dabei um Bauernhofkatzen, die das von ihrer Kittenzeit an so gewöhnt sind. Manchmal glaubt der Besitzer jedoch auch nur, daß seine Minitiger die Milch problemlos verdauen können. In Wirklichkeit weiß er von dem Durchfall nur nichts, weil es sich bei diesen Tieren um Freigänger handelt, die ihre Hinterlassenschaften draußen vergraben.

Neben der schwierigen Verdaubarkeit hat Milch auch noch den Nachteil, daß sie sehr kalorienreich ist. Wer seiner Katze trotzdem gern hin und wieder etwas von dem weißen Saft gönnen möchte, kann ihr laktosefreie Spezialmilch geben. Als Leckerei, die dann auch bei der Futtermenge mitberechnet wird. Sie können das Getränk auch mit etwas Wasser verdünnen und so ein wenig weniger gehaltvoll machen. Denn eines steht ganz außer Frage: Katzen lieben Milch!


Was sollten Katzen trinken?

Das beste Getränk, das Sie Ihrer Katze anbieten können, ist Wasser. Auch in freier Wildbahn trinken Katzen aus Pfützen oder flachen Tümpeln, die nicht einmal besonders sauberes Wasser enthalten müssen. Zu Hause sollte jeder Mieze ein Napf mit sauberem zimmerwarmem, gern auch etwas abgestandenem Wasser angeboten werden. Das Getränk wird alle ein bis zwei Tage erneuert und der Behälter regelmäßig gereinigt, damit sich darin keine Mikroorganismen ansiedeln. Achten Sie bitte darauf, daß keine Reste von Spülmittel in dem Gefäß zurückbleiben.

Der ideale Trinknapf

Da Katzen von ihrer Natur her grundsätzlich niemals am selben Ort fressen und trinken, sollte der Wassernapf immer ein Stück vom Futter entfernt stehen. Daß auch das Katzenklo nicht in der Nähe stehen darf, ist selbstverständlich.

Gut ist es, einer Mieze mehrere Trinkgefäße an verschiedenen Stellen zur Verfügung zu stellen. Freilebende Katzen bedienen sich auch an unterschiedlichen Wasserstellen, die gerade ihren Weg kreuzen. Da die Tiere sowieso erhöhte Plätze mögen, weil sie sich dort sicher fühlen und einen guten Überblick über die Umgebung haben, trinken viele Katzen auch lieber aus Näpfen, die etwas erhöht stehen, als aus solchen am Boden.

Auch die Form und das Material, aus dem das Trinkgefäß beschaffen ist, spielt für manche Katzen eine große Rolle. Am Besten testen Sie aus, ob Ihr Liebling mit dem Standard-Plastiknapf zufrieden ist, oder ob er eher einen aus Edelstahl oder Keramik mag. Vielleicht muß es aber auch ein großes Trinkglas sein.


Meine Katze trinkt zu wenig, was kann ich tun?

Manchmal ist es für unsere Minitiger einfach zu langweilig, Wasser aus einem herumstehenden Napf zu schlabbern. Bewegt es sich, wird die Sache schon viel interessanter. Im Fachhandel gibt es deshalb ganz unterschiedliche Wasserspender und Trinkbrunnen zu kaufen, die mäkelige Trinkerinnen spielerisch zu einer besseren Flüssigkeitsversorgung verführen. Zimmerbrunnen, die nur mit destilliertem Wasser betrieben werden können, sind nicht als Trinkquelle geeignet.

Interessanter als der schnöde Wassernapf ist auch ein tropfender Wasserhahn. Manche Katzen lieben es, in den feinen Wasserstrahl hinein zu tatzeln, mit den Tropfen zu spielen und sie dabei auch aufzulecken. Allerdings ist dies keine dauerhafte Lösung, denn es kann ganz schön ins Geld gehen, ständig einen Wasserhahn laufen zu lassen. Wer mag, kann auch versuchen, ein Bällchen oder anderes Spielzeug in einer Wasserschüssel schwimmen zu lassen. Auch das kann das Interesse einer Katze an dem Naß wecken und sie zum Trinken verleiten.

Bekommt eine Mieze überwiegend oder ausschließlich Trockenfutter, trinkt aber nicht genügend, können Sie die Kroketten mit einer Sprühflasche ein wenig anfeuchten oder sie ganz aufweichen. Auch einen Klecks Naturjoghurt können Sie auf das Trockenfutter geben, um die Mahlzeit etwas flüssigkeitslastiger zu machen. Wie immer bei einer Kostveränderung sollten Sie auch hier in kleinen Schritten vorangehen. Wenn Ihre Katze gestern noch ganz trockene Brocken bekommen hat, und heute dasselbe Futter matschig aufgeweicht zu sich nehmen soll, kann es passieren, daß sie es von nun an ablehnt.

Manchmal kann es auch sein, daß Katzen eine Schüssel Wasser als geschmackloses Futter ansehen und deshalb nur wenig Interesse daran finden. Gerade, wenn es sich um ältere Tiere handelt, deren Geruchs- und Geschmackssinn wie auch das Durstgefühl schon etwas nachgelassen haben, kann es sinnvoll sein, das Wasser mit Geschmack anzureichern. Dafür eignet sich ungesalzene Fleisch- oder Fischbrühe. In Maßen kann auch ein Schuß laktosefreie Katzenmilch oder Sahne das Wasser akzeptabler machen.

Katze trinkt aus Teller
Katze Elli trinkt


Eine kleine Anekdote aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Thema Katzen und Trinken

Meine Katze Elli war schon immer eine sehr sparsame Trinkerin. Als nun vor einigen Jahren nach einer OP der Kostaufbau anstand, und ich versuchte, sie zum Trinken zu animieren, verweigerte sie mir dies standhaft. Immer wieder versuchte ich, ihr die Wasserschüssel schmackhaft zu machen. Ich bot ihr den Napf an und redete ihr gut zu. Aber was ich auch tat, sie verschmähte das Getränk. Mit der Zeit wurde ich immer verzweifelter, denn ich wußte ja, daß sie die Flüssigkeit dringend brauchte. Schließlich tunkte ich einen Finger in die Wasserschale und ließ Elli den Tropfen, der am Finger hängen blieb, ablecken. Das ging. Und für meine Elli hätte ich diese Sisyphos-Arbeit auch die ganze Nacht lang so fortgeführt. Aber mir war ebenfalls klar, daß ich auf diese Weise auch nicht genug Wasser in meine Katze hineinbekommen konnte. Da fiel mir ein, daß ich laktosefreie Flüssigsahne zu Hause hatte. Und mein Schleckermaul liebt Sahne über alles. Aber konnten wir so den Kostaufbau beginnen? Mit Sahne? Ich riskierte es und verdünnte die Sahne mit viel Wasser. Das Ganze wärmte ich auch ein wenig auf, um es bekömmlicher zu machen. Und siehe da, es klappte! Meine Elli schlabberte das weiß gefärbte Getränk genüßlich auf, und hat es auch gut vertragen. Von den Nachwirkungen der OP hat sie sich schnell erholt, alles ging gut. Aber trinken tut sie nach wie vor nur soviel, wie unbedingt nötig ist.



Quellen
Geliebte Katze“ Nr. 9/2011- Artikel von David Chamberlain: „Trinkt Ihre Katze genug?“
„Katzen füttern“ von Anna Laukner, Ulmer Verlag
„Katzenkrankheiten“ von Anette Huhn, Ulmer Verlag
„Was Katzen wirklich wollen“ von Dr. Mircea Pfleiderer und Birgit Rödder, GU-Verlag
„Das große GU Praxishandbuch Katzen“ von Gerd Ludwig, GU-Verlag
„Meine Katze – alles Wissenswerte rund um die geliebten Samtpfoten“ von Graham Meadows & Elsa Flint, Edition XXL-Verlag

Montag, 31. Oktober 2011

Anleitung für eine kleine Häkel-Maus als Katzenspielzeug

selbst gemachte Häkelmaus Katzenspielzeug

Verwendete Techniken:

Das Katzenspielzeug wird mit festen Maschen gehäkelt. Der Körper wird in Runden gearbeitet, die Ohren in Reihen. Der Schwanz ist eine Kordel, die an den Mauskörper angenäht wird.

Material für das Katzenspielzeug:

Wollreste in zwei Farben – eine für den Körper und eine Kontrastfarbe für Ohren, Schwanz und Gesicht
Häkelnadel in der passenden Stärke, dicke Nähnadel
etwas Bastelwatte zum Füllen

Zuerst wird der Mauskörper gehäkelt

Beginn: häkeln Sie zwei Luftmaschen
1. Runde: arbeiten Sie dann in die zweite Masche von der Nadel aus gesehen fünf feste Maschen (fM) und schließen die Runde mit einer Kettmasche
2. Runde: verdoppeln Sie jede zweite Masche der Vorreihe → 7 Maschen
3. Runde: häkeln Sie eine Reihe fM ohne Zunahmen → 7 Maschen
4. Runde: verdoppeln Sie jede zweite Masche der Vorreihe → 10 Maschen
5. Runde: häkeln Sie eine Reihe fM ohne Zunahmen → 10 Maschen
6. Runde: verdoppeln Sie jede zweite Masche der Vorreihe → 15 Maschen
7. Runde bis 15. Runde: acht Runden fM ohne Zunahmen häkeln → 15 Maschen
15. Runde: häkeln Sie zwei Maschen zusammen, eine fM, zwei Maschen zusammenhäkeln, usw → 10 Maschen; füllen Sie die Häkelmaus mit Bastelwatte
16. Runde: immer zwei Maschen zusammenhäkeln, den Faden nach etwa 10 cm abschneiden
Ende: ziehen Sie mit einer dicken Nähnadel die restlichen Maschen zusammen, damit die Öffnung sich vollständig schließt; lassen Sie den Faden noch unvernäht hängen

Die Ohren der Maus häkeln

Beginn: häkeln Sie mit dem kontrastfarbigen Garn zwei Luftmaschen
1. Reihe: arbeiten Sie dann in die zweite Masche von der Nadel aus gesehen zwei fM, dann eine Wende-Luftmasche → 2 Maschen
2. Reihe: verdoppeln Sie jede Masche der Vorreihe → 4 Maschen
3. Reihe: die erste Masche der Vorreihe verdoppeln, zwei fM, die letzte Masche der Vorreihe wieder verdoppeln → 6 Maschen; den Faden nach ca. 10 cm abschneiden
Fertigstellung: zwei Ohren anfertigen; danach die Ohren oberhalb des Gesichts so an den Mauskörper annähen, daß die Abschlußkante vorne bogenförmig die Öffnung bildet.

Der Schwanz des Katzenspielzeugs

Fertigen Sie aus etwa einem Meter Garn (dasselbe, aus dem die Ohren gefertigt wurden) eine feste Kordel; nähen Sie sie so an den Maus-Popo an, daß das verknotete Kordelende die Schwanzspitze bildet. Zum Festnähen können Sie den Faden, der noch am Mauspopo hängt, verwenden. Vernähen Sie ihn anschließend gut.

Das Gesicht der Maus

Sticken Sie zum Schluß noch die Augen und Schnurrhaare auf.




Strickanleitung für drei Tassenwärmer mit Katzenmotiven als E-Book

Im Amazon-Kindle-Shop ist nun auch meine Anleitung für drei "kätzische" Tassenhüllen erhältlich. Wer mag, kann mal reinschnuppern.



Hier noch ein Buchtip für alle, die gern für ihre Katze handarbeiten:






Mittwoch, 12. Oktober 2011

Welche Gefahren birgt die Weihnachtszeit für Katzen?

Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt und wir Menschen uns auf das Weihnachtsfest vorbereiten, beginnt auch für unsere Katzen eine aufregende Zeit. Es duftet nach Wald und Plätzchen, weihnachtliches „Katzenspielzeug“ wird aufgehängt und ein toller Kletterbaumkommt ins Haus. Leider ist das, was uns Menschen auf das Fest einstimmt, für unsere Minitiger nicht immer ungefährlich. Damit die „Stade Zeit“ nicht beim Tierarzt endet, sollten verantwortungsvolle Katzensklaven ein paar Dinge beachten.


Kerzen, Lichterketten und Katzen - eine gefährliche Kombination

Katze im ChristbaumBrennende Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt zusammen mit einer Katze alleingelassen werden. Das Flackern kann die Neugier des Tieres wecken. Ein interessierter Pfotenhieb reicht, um Katze und Wohnung in Brand zu setzen. Lichterketten am Christbaum laden zum Spielen ein. Verheddert sich Mieze darin, kann sie sich strangulieren. Manche Katzen beißen auch gern in die dünnen Kabel und fangen sich dabei einen Stromschlag ein. Selbstverständlich sollten auch Wunderkerzen nicht unbeaufsichtigt und mit sicherer Distanz zum Tier abgebrannt werden.


Weihnachtsdeko kann eine Katze als Spielzeug mißverstehen

Alles, was wir Menschen in der Weihnachtszeit hindrapieren, auslegen oder aufhängen, kann eine Katze sehr interessieren. Zerbrechliches sollte deshalb nur dort aufgestellt werden, wo Mieze es - auch wenn sie sich sehr anstrengt – wirklich nicht erreichen kann. Sonst sind leicht nicht nur Scherben, sondern auch blutende Pfoten die Folge. Genauso gehört alles, was in kleine Teile zerlegt werden kann, außer Reichweite einer Katze. Schneespray für die Fenster sollte ebenfalls nur dort aufgesprüht werden, wo Mieze nie und nimmer hinkommen kann, denn es ist giftig.


Weihnachtliche Pflanzen, Duftöle und Räucherstäbchen sind für Katzen oft giftig

Der Klassiker Weihnachtsstern ist ein sehr giftiges Gewächs. Wer eine Katze hat, sollte möglichst ganz darauf verzichten oder ein Exemplar aus Kunststoff nehmen. Auch Mistelzweige sind für Katzen giftig. Tannenbäume werden häufig gespritzt, um sie vor Schädlingen zu schützen. Daher sollte Mieze auch nicht daran knabbern. Außerdem können sich abgeschluckte Nadeln im Verdauungstrakt des Tieres festsetzen oder die Schleimhaut durchstechen – ein lebensgefährlicher Notfall! Duftöle und Räucherstäbchen verbreiten je nach Geschmack einen aus Menschensicht angenehmen Duft im Raum. Für die sensible Nase einer Katze kann das aber viel zuviel sein. Manche Düfte sind auch giftig.


Plätzchen und Glühwein können Katzen verführen

Doch was für uns Menschen ein Genuß ist, kann für eine Katze beim Tierarzt enden. Schokolade ist für die Vierbeiner giftig, Alkohol natürlich auch – bei dem geringen Körpergewicht der Tiere reicht schon eine ganz kleine Menge, um ernsthafte Schäden hervorzurufen. Wer seinem Schmusetiger Weihnachtsgebäck gönnen möchte, kann spezielle Katzenplätzchen backen. Im Internet gibt es viele Rezepte dafür zu finden.


Katze und Christbaum - nicht immer eine glückliche Kombination

Der Kletterbaum im Zimmer ist so ziemlich für alle Miezen unwiderstehlich. Leider hält nicht jeder den Besuch einer Katze unbeschadet aus. Kugeln können herunterfallen, zerbrechen und gefährliche Tretminen werden. Lametta kann als interessant glitzerndes Spielzeug mißverstanden werden. Wird es gefressen, kann es sich im Katzenmagen oder -darm zusammenballen und zum Darmverschluß führen. Dekogirlanden können ebenso wie Lichterketten tödliche Fallen werden, wenn das Tier sich darin verfängt. Und natürlich kann der ganze Baum umfallen. Deshalb ist es wichtig, daß er sicher in einem Ständer verankert ist. Wenn möglich, binden Sie ihn auch an der Zimmerdecke fest.


Katzengeeigneter Christbaumschmuck zum Selbermachen

Diese kleine Schneeflocke ist ein idealer Schmuck für den Weihnachtsbaum einer Familie mit Katze(n). Die Häkelanleitung für diesen Schneekristall habe ich auf meinem Handarbeits-Blog eingestellt. Wer mag, kann sie gern nacharbeiten.


Dienstag, 11. Oktober 2011

Katzenliteratur: Trickschule für Katzen – Spaß mit Clicker und Köpfchen von Christine Hauschild

Clickertraining ist eine schöne Beschäftigungsmöglichkeit für Katzen. Indem man den Vierbeinern kleine Tricks beibringt, kann man Langeweile vertreiben und die gegenseitige Bindung stärken. Clickern ist nicht kompliziert. Dieses Buch erklärt meiner Meinung nach sehr anschaulich die Technik.

Trickschule für Katzen – der Inhalt
Ein Kapitel widmet sich den Vorbereitungen, zeigt, welches Material man zum Clickern benötigt und wie die Rahmenbedingungen für ein gutes Gelingen beschaffen sein sollten.
In weiteren Kapiteln werden die Arbeit mit dem Target, das Shaping und das Capturing erklärt. Die Autorin zeigt mit gut nachvollziehbaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Fotos, wie man seiner Katze beibringen kann, auf ein Signal hin zu ihrer Decke zu gehen, Männchen zu machen, sich hinzulegen oder über ein Hindernis zu springen. Es wird unter anderem erklärt, wie man Katze dazu bewegen kann, freiwillig in den Transportkorb zu gehen, Farben zu unterscheiden, durch einen Reifen zu springen oder auch einen Möbelparcours zu bewältigen. Manche Tricks setzen schon einige Erfahrung voraus, aber Vieles ist auch für Clicker-Anfänger geeignet.
Besonders gut gefällt mir das Kapitel, in dem Christine Hauschild beschreibt, wie man mit mehreren Katzen clickern kann ohne daß ein völliges Durcheinander entsteht. Hier erklärt die Autorin auch ein paar Tricks, die die Katzen miteinander ausführen können, zum Beispiel übereinanderspringen oder die Nasen aneinanderreiben.

Trickschule für Katzen – die Aufmachung
Das Büchlein ist ansprechend gestaltet. Die übersichtlich gegliederten Kapitel sind mit vielen farbigen Bildern angereichert. Es gibt immer wieder an passenden Stellen eingestreute kleine Kästen mit zusätzlichen Tips und Ergänzungen. Die Anleitungen werden Schritt für Schritt erklärt und können gut umgesetzt werden.

Fazit
Dieses Büchlein kann ich allen empfehlen, die ihrer Katze gern ein paar Tricks beibringen möchten. Da es die verschiedenen Techniken ausführlich und gut erklärt, ist es für Clicker-Anfänger gut geeignet. Wer schon Erfahrung hat, kann in diesem Buch neue Ideen für Tricks finden und vielleicht auch die ein oder andere Lösung für Probleme, die sich beim Clickern mit seiner Katze ergeben haben.

Trickschule für Katzen – Spaß mit Clicker und Köpfchen von Christine Hauschild; Cadmos Verlag GmbH 2010; ISBN 978-3-8404-4004-5; 96 Seiten; Preis: 12,90 Euro




Freitag, 30. September 2011

Erfahrungsbericht: „Dein Bestes“-Öko-Klumpstreu

Bei meiner Ausprobier-Runde durch verschiedene Katzenstreus stieß ich vor kurzem auf das Pflanzenfaser-Klumpstreu der Eigenmarke „Dein Bestes“ des DM-Drogeriemarktes. Besonders der günstige Preis hat mich angesprochen, also probierte ich es aus. Hier nun meine Erfahrungen damit:

„Dein Bestes“-Öko-Streu – die objektiven Fakten
Dieses Klumpstreu aus Pflanzenfasern wird in Gebinden mit zehn Litern Inhalt zu einem Preis von 3,95 Euro angeboten. Laut Herstellerangaben hat die Packung ein Gewicht von 4,5 kg. Außerdem ist auf der Packung angegeben, daß das Streu eine Saugkraft von mehr als 700% Flüssigkeitsaufnahme besitzen soll. Es soll möglich sein, das Streu je nach den örtlichen Vorschriften über die Toilette den Biomüll zu entsorgen oder es zu kompostieren. Das für das Streu verwendete Holz soll laut Hersteller aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Auch für die Verpackung soll Material aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung verwendet worden sein.

Was mir am Öko-Klumpstreu von DM gefällt
Nachdem sich meine Katzis bereits vor einiger Zeit von Bentonit- auf Pflanzenfaser-Streu umstellen mußten (doch eine ziemlich große Veränderung vom Geruch und der Beschaffenheit her), hatten sie mit dieser neuen Streu keinerlei Berührungsprobleme. Als ich die Packung öffnete und leerte, war ich von zwei Dingen angenehm überrascht: zum Einen war der Geruch zwar angenehm waldig, aber bei Weitem nicht so intensiv wie bei Cats Best Öko Plus, welches ich zuletzt verwendete. Als ich das „Dein Bestes“-Öko-Streu dann ins KaKlo einfüllte, staubte es auch so gut wie gar nicht! Dieses Streu besitzt eine ziemlich feine Körnung, was meine beiden Katzis – glaub ich – ganz gerne mögen. Auch für mich gestaltet sich die alltägliche Schatzsuche im Katzenklo durch dieses feine Streu noch angenehmer als bei den doch eher groben Faserstücken beim Cats Best Öko Plus. Außerdem hab ich den Eindruck, daß die Klumpen, die ich herausfische, etwas kleiner sind und eine Spur weniger leicht zerfallen. All die anderen Vorteile, die ein Pflanzenfaser-Streu gegenüber Bentonit hat, besitzt dieses natürlich auch: Die Packung ist wesentlich leichter und läßt sich gut mehrere Stockwerke nach oben bis zur Wohnung tragen. Auch die ökologisch verträgliche Herstellung und gute Entsorgbarkeit ist gegeben. Ebenso kann meine Erfahrung bestätigen, daß diese Streu sehr saugfähig ist und Gerüche gut gebunden werden. Und der Preis ist im Vergleich zu anderen Pflanzenfaser-Streus einfach unschlagbar.

Was mir am „Dein Bestes“-Öko-Streu weniger zusagt
Nun, da gibt es eigentlich nicht viel. Was mir wirklich nicht so gut gefällt, ist der ausgeprägte „Strand-Effekt“. Die feinen Körner fliegen ziemlich weit durch die Gegend, wenn mein Temperamentsbolzen Elli ihre Hinterlassenschaften zubuddelt. Das Streu verteilt sich in Nullkommanix durch die ganze Wohnung. Es knirscht jetzt zwar nicht mehr unter meinen Füßen wie damals beim Bentonit, ist aber trotzdem lästig.